Skip to main content

Gottes Stufe zum Himmel – Edessa

Im Gebiet von Zentralmakedonien liegt die rund 27 000 Einwohner zählende Kleinstadt Edessa, die zugleich Hauptstadt der Präfektur Pella ist. Nach Menelaos Loudemis soll Edessa die Stufe sein, worauf Gott tritt, um in den Himmel zu steigen. Tatsächlich ist die Stadt wunderschön gelegen und von großen Obstgärten umgeben.

Die vielen Wasserfälle in ihrer näheren Umgebung verschafften ihr den Beinahmen „Stadt des Wassers“. So bedeutet auch der Name Edessa vom Phrygischen abgeleitet „ein Schloss im Wasser“. Der höchste Wasserfall Griechenlands, Karanos, stürzt im Wasserfall-Park von Edessa 70 Meter tief in das dort beginnende makedonische Flachland hinab.

Ob die Wasserfälle sich durch ein starkes Unwetter oder ein Erdbeben bildeten, ist bisher ungeklärt. Bis zum Ende des 14. Jahrhunderts sammelte sich das Wasser des gleichnamigen Flusses in einem kleinen See bei Edessa. Nach dem ungeklärten Ereignis ergoss es sich durch die Stadt bis zu einem Abgrund, an dem sich die Wasserfälle bildeten. Heute gelten die Wasserfälle von Edessa in ganz Europa als einzigartige Attraktion.

Edessa

Edessa ©iStockphoto/selimaksan

Der Ort Edessa war schon in prähistorischer Zeit besiedelt und blickt, wie viele griechische Ortschaften, auf eine wechselhafte Geschichte zurück. Bis in das 6. Jahrhundert v. Chr. war Edessa die erste Hauptstadt des Königreichs Makedonien, die unter König Philipp II. nach Vergina und später nach Pella verlegt wurde. Die Überreste der antiken Stadt Edessa befinden sich wenige Kilometer nordöstlich der heutigen Stadt, wo noch Teile der antiken Stadtmauer erhalten sind, ebenso wie das heilige Kloster der Dreifaltigkeit Agia Triada aus dem 19. Jahrhundert.

Top Artikel in Griechenland Allgemein