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Korinth, immer wieder auferstanden

Die Geschichte der Stadt, die sich über den Korinthischen und den Saronischen Golf ausdehnt, war seit der Gründung der Stadt in der Bronzezeit durch häufige Zerstörungen begleitet. Im Jahr 146 v. Chr. wurde die Stadt vollständig von den Römern zerstört. Diese bauten die Stadt hundert Jahr später wieder auf. Durch Erdbeben in den Jahren 1858 und 1928 wurde Korinth erneut vollständig zerstört und danach einige Kilometer entfernt vollständig neu errichtet. In der modernen Stadt Korinth gibt es daher keine antiken Sehenswürdigkeiten.

Die Überreste des alten Korinth befinden sich in dem Dorf Archéa Korinthos, das als eine der schönsten antiken Stätten Griechenlands gilt. Obwohl dort nach den Erdbeben nur noch Ruinen zu sehen sind, vermittelt dieser Platz eine eindrucksvolle Vorstellung davon, wie es hier einmal ausgesehen haben mag. Die Straßen und Plätze sind noch erkennbar, so dass es möglich ist, durch diese Stadt zu spazieren und seiner Phantasie freien Lauf zu lassen. Viele Funde aus der alten Stadt sind im Archäologischen Museum von Korinth ausgestellt.

Von dem Apollon-Tempel aus der archaischen Zeit stehen noch sieben der ursprünglich 38 Säulen mit einer Höhe von über sieben Metern aufrecht. Die Säulen des römischen Octavia-Tempels tragen sogenannte Korinthische Kapitelle, die der Legende nach im Korinth des 5. Jahrhunderts entwickelt wurden. Deutlich erkennbar ist auch noch die Agora der antiken Stadt, der Marktplatz, an dem sich eine Säulenhalle befand, die ursprünglich als Marktschänke gedient hat. Anhand der hier gefundenen Brunnenschächte, in denen Getränke gekühlt wurden, lässt sich das rekonstruieren.

Korinth

Korinth ©iStockphoto/breathtakinbluesky

Im antiken Hafen sind die Grundmauern der größten frühchristlichen Basilika zu erkennen.

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