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Mani – Mittelfinger des Peleponnes

Der mittlere der drei Finger des Peleponnes ist die Region Mani. Ihre südlichste Spitze, das Kap Tainaron, liegt südlicher, als Tunis und ist der zweitsüdlichste Festlandpunkt Europas. Die Halbinsel wird von dem 2 400 Meter hohen Taygetos-Gebirge geteilt in die innere und äußere Mani. Dabei ist die innere Mani der südöstliche Teil und die äußere der nordwestliche. Die größte Stadt des Mani ist Areópoli mit rund tausend Einwohnern. Areópoli liegt zwischen dem Messenischen Golf und dem Taygetos-Gebirge und bildet die Mitte zwischen innerer und äußerer Mani.

Funde aus der Jungsteinzeit belegen, dass die Mani schon sehr früh besiedelt war. Aufgrund ihrer Unwegsamkeit diente diese Halbinsel immer als Rückzugsgebiet vor fremden Angreifern, eignete sich aber auch sehr gut als Piratenversteck. Die besondere Siedlungsform auf Mani besteht aus festungsähnlichen Wohntürmen. Infolge der Abgeschiedenheit entwickelte sich hier ein eigentümlicher Menschenschlag mit einer speziellen Kultur. Den Manioten wird nachgesagt, dass sie streitsüchtig, wild und unberechenbar sein sollen.

Viele der Wohntürme wurden zu Hotels und Ferienwohnungen umgebaut, die ein ganz besonderes Ambiente mit sich bringen. Imposante und gut restaurierte Wohntürme sind vor allem in dem Dorf Vathia zu finden. Obwohl das Christentum sich erst im 9. Jahrhundert auf der Halbinsel etablierte, befinden sich hier Kirchen und Kapellen mit teilweise aufwendigen Fresken in großer Anzahl.

Mani

Mani ©iStockphoto/EVZONI

Eine besondere Sehenswürdigkeit sind die Tropfsteinhöhlen von Pirgos Dirou. Die Höhlen werden mit Kähnen durchfahren. Der durch die Höhlen fließende Fluss ist stellenweise bis zu dreihundert Meter tief. Der Ort Kadamili wurde schon in der Ilias des Homer erwähnt und dürfte einer der ältesten Orte der Mani sein.

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