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Korfu

Sissi-Fans ist Korfu, die grüne Insel im Ionischen Meer, wohl ebenso bekannt wie Kennern der griechischen Mythologie: Schon lange bevor die österreichische Kaiserin (und nach ihr noch viele weitere Blaublüter) in Gastouri urlaubte, verschlug es Odysseus, den großen Seefahrer aus Homers Dichtung, an Korfus Strände – zugegeben wohl nicht ganz freiwillig. Aber seitdem, spätestens aber seit den 1960er Jahren, ist Korfu ein beliebtes Reiseziel. Warum aber ist Korfu die „grüne Insel“?

Die Antwort darauf ist ganz einfach: Zum einen regnet es auf Korfu mehr als in deutschen Großstädten, vorwiegend allerdings im Winter, was natürlich dazu beiträgt, dass es an allen Ecken und Enden üppig sprießt. Zum anderen wachsen auf Korfu unzählige Olivenbäume, die auch im heißesten Sommer ihre grüne Blätterpracht nicht verlieren und die Insel so in ein immergrünes Eiland verwandeln. Schuld daran tragen die Venezianer, die Korfu neben den Olivenbäumen auch so manches Bauwerk im italienischen Stil, vor allem in der Inselhauptstadt Korfu (auch: Kerkyra), hinterließen. Aber nicht nur Spuren der italienischen Herrscher finden sich auf Korfu: Auch die Franzosen und Russen, die Türken und Briten hinterließen ihre ganz eigenen Andenken wie etwa das Achilleion bei Gastouri oder die Esplanada in Kerkyra.

Korfu ist bei Individual- und Pauschaltouristen gleichermaßen beliebt. Wer es eher ruhiger mag, sucht sich ein Pensionszimmer in einem der kleinen Fischerorte, beispielsweise im Nordosten der Insel. Pauschalurlauber finden ihre Unterkünfte in Touristenzentren in und um die größeren Orte Korfu (Stadt), Sidari, Acharavi, Lefkimmi oder Paleokastritsa. Neben einigen Sehenswürdigkeiten wie etwa die Burg Angelokastro, diverse Kirchen und Klöster, sind die vorgelagerten Inseln und Grotten, die gut per Boot erreichbar sind, von Interesse.

Korfu

Korfu @iStockphoto/Malgorzata Beldowska

Korfu ist vor allem Ziel britischer und deutscher Urlauber: Sidari und Umgebung im Norden Korfus zum Beispiel ist fest in britischer Hand, was beispielsweise auch bedeutet, dass es in den dortigen Hotels und Tavernen eher ein britisches und seltener ein kontinentales Frühstück gibt. Aber egal welche Nationalität, die meisten Urlauber wollen vor allem eines: Einen schönen, flach abfallenden Badestrand mit weichem Sand und kristallklaren Meer wie aus dem Urlaubskatalog. Und den finden sie auch, in Sidari und Kalamaki, Marathias und Gardeno, in Arillas und Pelekas – um nur einige zu nennen. Wer etwas mehr Zeit mitbringt und individuell reist, dem sei die Ostküste ans Herz gelegt: Eine Straße führt hier direkt an der Küste entlang, jederzeit kann man aussteigen und eben mal schnell ins Wasser springen, bevor es erfrischt mit der Fahrt weitergeht.

Natürlich kommen auch Aktivurlauber auf Korfu auf ihre Kosten: Wassersportmöglichkeiten finden sich überall, angefangen vom Schwimmen und Schnorcheln über Tauchen bis hin zum Segeln ist alles möglich. Ein 18-Loch-Golfplatz im zentral gelegenen Ropatal ist ebenso vorhanden wie einige Reitställe und Wanderwege wie der Corfu Trail zeigen die Insel von ganz neuen, ungewohnten, bezaubernden Seiten.

Übrigens: Ein ganz besonderes Ereignis ist die Karsamstag-Prozession zu Ehren Spyridons, des Schutzpatrons von Korfu. Dann zieht eine prachtvolle Prozession mit den Reliquien des Heiligen feierlich durch die Straßen von Kerkyra, gesäumt von einer andächtig staunenden Menge.