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Thessaloniki

Thessaloniki ist das pulsierende Zentrum Nordgriechenlands, Schnittstelle der wichtigsten Straßen, Luftfahrtdrehkreuz und ein einziger großer Verkehrsstau in einem. Die Stadt, die schon in der Bibel als Thessalonich erwähnt wird, ist nach Athen Griechenlands zweitgrößte Stadt – was nicht weiter schwierig ist, da Griechenland eigentlich nur zwei große Städte hat. Ihre strategisch günstige Lage am Thermaischen Golf wussten schon die Makedonier zu schätzen, die die Stadt 315 v.Chr. gründeten. Genau genommen fassten sie 26 kleinere Orte zu einer Stadt zusammen und benannte sie nach dem „Sieg in Thessalien“.

Aus dieser Zeit findet man so gut wie keine Bauwerke mehr in der Stadt, wohl aber aus römischer Zeit: Dank ihrer Lage an der Via Egnatia, die Rom mit Byzanz verband, erweckte die Stadt sehr bald das Interesse der römischen Herrscher. Heute zeugen noch das Forum mit dem Theater, die Reste des Kaiserpalastes und der Galeriusbogen in der Altstadt von dieser Blütezeit Thessalonikis. Auch die Rotonda, das frühere Mausoleum des Galerius, später Kirche und Moschee, heute ein Museum, findet man im alten, oberen Teil der Stadt, der zum Teil noch heute von einer byzantinischen Befestigungsmauer umgeben ist. Sehr sehenswert ist daneben übrigens auch die Akropolis mit ihrer Zitadelle, von der man den wohl besten Blick über die Stadt und das Meer genießen kann. Wer den Aufstieg nicht scheut, kann auch auf den Trigonios-Turm in der Befestigungsmauer klettern, die traumhafte Aussicht entschädigt für die Mühe.

Auf dem Weg von der Akropolis in Richtung Unterstadt kann man ein Thessaloniki entdecken, das vollkommen im Gegensatz zur Großstadt mit ihrem Lärm und Schmutz, dem Verkehrschaos und den geschäftigen Menschen steht: Statt Wolkenkratzer und moderner Mehrfamilienhäuser gibt es hier zum Teil noch verwinkelte Straßen und farbenfrohe Häuschen, das Mönchskloster Moni Vlatadon und viele der wunderschönen Kirchen, für die Thessaloniki so bekannt ist. Neben der Agios Dimitrios, der größten Kirche Griechenlands mit ihrer beeindruckenden hellroten Fassade, findet man hier zum Beispiel auch die Hagios Nikolaos Orfanos, die Hagios Profitis Ilias oder die nicht minder schöne Hagia Ekaterini. Die vielen, aus byzantinischer und frühchristlicher Zeit stammenden Kirchen beherbergen wunderschöne Gemälde und Mosaike, Fresken und idyllische Gärten. Sie alle stehen seit 1988 als Weltkulturerbe unter dem Schutz der UNESCO.

Thessaloniki

Thessaloniki @iStockphoto/Teodor Todorov

Neben der Oberstadt hat aber auch die Unterstadt ihre Reize: Die Hafenpromenade lädt zum Spaziergang ein, das Nachtleben im Viertel Ladadika zum Ausgehen, das Marktviertel Vatikioti gleich nebenan zum Shopping und zur Entspannung in einer der vielen gemütlichen Tavernen. Hier findet man auch den überdachten Markt Besesteni, auf dem alles was das Herz begehrt erhältlich ist – egal ob feinste Stoffe, traumhaft schöne und entsprechend ausgepreiste Goldschmiedearbeiten oder einfach frisches Obst und Gemüse.

Neben dem Lefkos Pyrgos, dem „Weißen Turm“, Eckturm der Hafenbefestigung und Wahrzeichen der Stadt, findet man hier übrigens auch ein ganz besonderes „Heiligtum“: Das Atatürk-Haus, Geburtshaus des auch heute noch verehrten Staatsgründers der Türkei, Mustafa Kemal „Atatürk“, das Jahr für Jahr unzählige türkische Touristen auf Atatürk-Pilgertour anzieht.