Skip to main content

Fauna Griechenlands

Ebenso groß und beeindruckend wie Griechenlands Flora ist auch seine Tierwelt: Mehr als 900 Tierarten finden sich hier, angefangen vom kleinsten Insekt bis hin zu großen Säugetieren. Die vielfältige Flora, die großen Unterschiede zwischen Küstenebene und Hochgebirge und vor allem das ganzjährig milde Klima sorgen dafür, dass in allen drei Elementen – Wasser, Lande und Luft – zu jeder Jahreszeit ein großes Getümmel herrscht.

Zahlreiche Feuchtgebiete und Wälder bieten beispielsweise der europaweit größten Vielfalt an Raubvögeln einen Lebensraum. Dutzende kleinere Vogelarten scheinen beinahe jeden griechischen Strauch in Besitz genommen zu haben, die ständige Präsenz des Meeres bewirkt dazu, dass Vögel wie Fisch- und Silberreiher, Ibis und Kormoran hier heimisch sind. Kurz: Ornithologen kommen hier voll auf ihre Kosten.

Die klaren, sauberen Gewässer Griechenlands beherbergen eine ungeheure Vielzahl an Meerestieren, wobei die Speise- und Tintenfischbestände aufgrund von Überfischung jedoch seit Jahren immer weiter schrumpfen. Trotzdem begeistern Meerbrassen und Meerbarben, Lippfische und Hornhechte, Drachenköpfe, Tintenfische und Delfine Taucher, Hochseeangler und Schnorchler. Zu den leider nur selten anzutreffenden, weil bedrohten und daher streng geschützten Meeresbewohnern zählen beispielsweise die Unechte Karettschildkröte (Caretta caretta) und der Mönchsseehund (Monachus Monachus). Während der Mönchsseehund in der Ägäis und im Ionischen Meer lebt, bevorzugt die im Mittelmeer schwimmende Schildkröte die Gewässer rund um Kefallonia, Gavdos und Zakynthos.

Esel in Griechenland

Esel in Griechenland @iStockphoto/oversnap

Auch zu Lande findet sich eine enorme Artenvielfalt, die von Nattern und Eidechsen über Landschildkröten und Igel bis hin zu den allgegenwärtigen Ziegen reicht. Was viele nicht wissen: Auch Braunbären und Wildkatzen, Rotwild, Wölfe und Luchse kann man in Griechenland begegnen, vorrangig in den dichten und eher unzugänglichen Waldgebieten im Norden des Landes. Weiter im Süden trifft man mit viel Glück sogar auf Schakale.

Aber keine Sorge wegen der Schlangen: Die Tiere sind sehr scheu und sofern man sich umsichtig bewegt und stets festes Schuhwerk bei Ausflügen trägt, kann eigentlich nichts passieren.